Kwan & Scheinert, USA, 2016o
Dies ist der Moment, um den herrlich surrealen Erstling des amerikanischen Regiegespanns Scheinert & Kwan neu oder wieder zu entdecken, das mit seinem Nachfolgefilm Everything Everywhere All at Once gerade 11 Oscar-Nominationen eingeheimst hat.
Er spielt auf einer einsamen Insel, auf welcher sich der schiffbrüchige Hank bereits den Strick um den Hals gelegt hat, als ihn ein merkwürdiges Strandgut ablenkt: Die aufgeblähte Leiche von Manny entpuppt sich als (un-)toter Alleskönner, mit dem sich trefflich Boot fahren, jagen, Feuer entfachen und sogar kommunizieren lässt. Der Beginn einer wunderbaren Freundschaft.
Ne vous laissez pas tromper par un titre bizarre. Ce film sur un homme seul et isolé, pour qui un flotteur échoué sur le rivage devient son meilleur ami, n'a qu'un seul lien avec l'armée suisse, à savoir que le flotteur devient comme un couteau suisse pour l'homme naufragé : un outil polyvalent de survie, avec lequel on peut faire du bateau, allumer des feux et même nouer une profonde amitié. C'est précisément la raison pour laquelle il s'agit d'une des robinsonnades les plus fantasques et les plus merveilleuses que le cinéma ait jamais produit. Ce qui manque dans le contexte de l'intrigue et dans la production est compensé par la fantaisie narrative et des idées visuelles folles. Mais le plus merveilleux dans toute cette entreprise, c'est de voir comment l'esprit insouciant de l'adolescent à l'œuvre ici se révèle être quelque chose de profondément humain : un film fabuleux sur la croissance, le développement d'une personnalité indépendante et le rôle central que jouent les vrais amis.
Man lasse sich vom seltsamen Titel nicht täuschen. Dieser Film über einen einsam Gestrandeten, dem eine mitangeschwemmte Wasserleiche zum besten Freund wird, hat zum Schweizer Militär nur den einen Bezug, dass die Wasserleiche für den Schiffbrüchigen wie ein Schweizer Armee-Sackmesser wird: ein Allzweck-Werkzeug des Überlebens, mit dem man Boot fahren, Feuer anzünden und sogar eine tiefe Freundschaft schliessen kann. Gerade deshalb ist dies auch eine der wundersamsten Robinsonaden, die das Kino je hervorgebracht hat. Was im Kontext der Handlung und bei der Produktion an Mitteln fehlt, wird wettgemacht durch erzählerische Fantasie und aberwitzige Bildeinfälle. Das Wunderbarste am ganzen Unterfangen jedoch ist, wie der unbeschwert pubertäre Geist, der hier am Werk ist, sich als etwas zutiefst Menschliches entpuppt: definitiv auch ein fabelhafter Film über das Heranwachsen, die Entfaltung einer eigenständigen Persönlichkeit und die zentrale Rolle, die echte Freunde dabei spielen.
Plus que d'une comédie prout-prout, un peu vulgos et hype dans ses références, le duo nous assène un portrait impitoyable d'une génération de trentenaires complètement paumée, écrasée par l'image du père, inondée de culture geek et donc fatalement coupée d'elle-même. Sorte de Seul au monde sous acides où le ballon Wilson serait remplacé par un cadavre priapique, Swiss Army Man nous bouscule en profondeur comme peu de films sont capables de le faire aujourd'hui.
Mit Sicherheit die seltsamste Variation einer Robinson-Crusoe-Geschichte, die das Kino bisher hervorgebracht hat, lustvoll zusammenfantasiert von Dan Kwan und Daniel Scheinert. Der gestrandete Hank (Paul Dano) will sich vor lauter Einsamkeit umbringen, doch dann liegt eine Leiche mit heftigen Blähungen und mächtigen Erektionen (Daniel Radcliffe) in der Brandung. Ohne Vorwarnung beginnt ein psychedelischer Trip, ein absurdes Buddy Movie, eine Tour de Force für zwei völlig unerschrockene Schauspieler. Und unbarmherzig ist es am Ende nur die Zivilisation, die im Hintergrund lauert.
Die Regisseure Daniel Kwan und Daniel Scheinert haben mit Radcliffe einen dritten Daniel an Bord geholt und einen Film gemacht, der zwar ganz schön albern ist, aber auch kreativ und sehr lustig. Irgendwann fängt die Leiche an zu sprechen, sodass sich eine wundervolle Freundschaft entwickelt – und was mit Furzwitzen angefangen hat, wird überraschend zum berührenden Drama.
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