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No Other Land (Edit)

Basel Adra, Yuval Abraham, Hamdan Ballal, Rachel Szor, Rachel Szor, Norwegen, Palästina, 2024o

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Der palästinensische Filmemacher Basel dokumentiert seit seiner Kindheit die Zerstörung seines Dorfes im Westjordanland und wird dabei vom israelischen Journalisten Yuval unterstützt. In aufwühlenden Bildern führen sie der Welt das Leiden der Dorfbewohner:innen vor Augen, die der Gewalt und systematischen Vertreibung durch die Besatzungarmeee ausgesetzt sind. – Prämiert mit dem Dokumentarfilm-Oscar 2025.

En 1980, le gouvernement israélien décidait d'utiliser la région de Masafer Yatta, au sud de la Cisjordanie, comme zone d'entraînement militaire et d'expulser en conséquence toutes les personnes qui y vivaient. Il a fallu attendre 2022 pour que la Cour suprême israélienne confirme la légalité des expulsions, cela en dépit de la destruction systématique des maisons, des écoles et des installations agricoles et du harcèlement subi par la population. L'expropriation n'a été compensée par aucune indemnisation du fait que les colonies palestiniennes aurait été construites illégalement, quand bien même une partie des familles concernées y vivaient depuis le début du XIXe siècle. Dans leur documentaire, qui ne présente malheureusement le contexte évoqué ci-dessus que de manière aléatoire et fragmentaire, les réalisateurs israélo-palestiniens Yuval Abraham et Basel Adra décrivent le jeu presque quotidien du chat et de la souris entre militaires israéliens et civils palestiniens: si ces derniers reconstruisent en secret des bâtiments détruits, résistant avec les moyens du bord, il ne fait toutefois aucun doute que les forces d'occupation ont le dessus. Les cinéastes capturent un quotidien dans lequel des faits accomplis avec violence, et souvent de manière arbitraire, font acte de jurisprudence. Dans une situation aussi précaire, où la terreur psychosociale s'exerce en permanence, la brutalité et la mort apparaissent comme des conséquences logiques. La fin du film montre comment les colons juifs militants ont intensifié cette spirale de violence au cours des dernières années. Dans ce vivier de haine mutuelle, on s'étonnera pas que les réalisateurs, en dépit de leurs origines ethniques différentes, mettent en lumière en premier lieu le côté palestinien. On ne se s'étonnera pas non plus que même les civils palestiniens les plus pacifiques souffrent d'une peur constante pour leurs biens et leur vie. C'est ce que montre de manière impressionnante ce film, récompensé par l'Oscar du meilleur documentaire, qui, au regard de la situation actuelle, ne laisse entrevoir presque aucune lueur d'espoir.

1980 entschied die israelische Regierung, das Gebiet Masafer Yatta im Süden des seit 1967 besetzten Westjordanland als militärisches Übungsgelände zu nutzen und alle dort wohnende Menschen zu vertreiben. Erst 2022 bestätigte der oberste Gerichtshof Israels, dass die Zwangsräumungen rechtens sei, obwohl schon Jahrzehnte lang systematisch Häuser, Schulen und landwirtschaftliche Einrichtungen zerstört und die Bevölkerung fortlaufend schikaniert wurden. Eine Entschädigung für die Enteignung ist nicht vorgesehen, was damit begründet wird, dass die palästinensischen Siedlungen nachträglich und somit illegal errichtet worden seien, obwohl zumindest ein Teil der betroffenen Familien dort nachweislich seit Anfang des 19. Jahrhunderts lebt.

Das israelisch-palästinensische Regieduo Yuval Abraham und Basel Adra schildet in seinem Dokumentarfilm, der diese Einordnungen leider nur beiläufig und bruchstückhaft vornimmt, das fast tägliche Katz-und-Maus-Spiel zwischen israelischem Militär und Palästinenser:innen: Letztere bauen heimlich zerstörte Gebäude wieder auf und leisten, wo und wie es nur geht, Widerstand; doch es besteht kein Zweifel daran, dass die Besatzungsmacht am längeren Hebel sitzt. Die Filmemacher protokollieren mit ihren Kameras einen Alltag, in dem die ohnehin fragwürdige Rechtsprechung mit gewalttätigen und oft willkürlichen faits accomplis durchgesetzt wird: eine Situation des ständigen psychosozialen Terrors, die so auf der Kippe steht, dass Verletzte und Tote die logische Konsequenz sind. Gegen Ende des Films sehen wir, wie militante jüdische Siedler diese Gewaltspirale in den letzten Jahren zusätzlich hochschrauben. Keine Frage, dass in diesem Treibhaus des gegenseitigem Hasses die Filmemacher trotz ihrer unterschiedlichen ethnischen Herkunft primär die palästinensische Seite beleuchten. Keine Frage aber auch, dass selbst die friedlichsten palästinensischen Zivilist:innen unter ständiger Furcht um Hab und Gut und Leben zu leiden haben. Das zeigt der Film, der notgedrungen fast keinen Lichtblick zulässt, auf eindrucksvolle Weise.

Zuvor schon mit dem Europäischen Filmpreis ausgezeichnet, gewann No Other Land in der Nacht auf Montag auch den Oscar als bester Dokumentarfilm. Seit der Weltpremiere an der Berlinale 2024 wird dieser wie auch jeder andere Film über den Konflikt von reflexartigen Polemiken begleitet, die jedes Verständnis für die palästinensische Situation als Antisemitismus verschreien – während von der anderen Seite jedes Verständnis für die israelische Situation als imperialistische oder islamophobe Haltung taxiert wird. Gerade in dieser verfahrenen Situation aber sind solche Filme wichtig. Denn es ist etwas ganz Anderes, etwas – und sei’s nur als Zuschauer:in – mitzuerleben, als nur darum zu wissen.

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Genre
Dokumentarfilm
Länge
95 Min.
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IMDb
k.A.

Cast & Crewo

Basel AdraRegie
Yuval AbrahamRegie
Hamdan BallalRegie
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