Noora Niasari, Australien, GB, 2023o
Die Iranerin Shayda lebt mit ihrem Ehemann und der gemeinsamen sechsjährigen Tochter in Australien. Weil ihr Mann ihren westlichen Lebensstil nicht akzeptieren will, kommt es wiederholt zu heftigen Auseinandersetzungen, bis Shayda mit der Kleinen Zuflucht in einem Frauenhaus sucht und die Scheidung einreicht. Als das persische Neujahrsfest naht, wächst ihre Hoffnung auf einen echten Neuanfang – dann aber räumt ein Richter ihrem Mann das Recht ein, Mona regelmässig zu sehen…
Wird Shayda, die mit ihrem Medizin studierenden Mann und ihrer sechsjährigen Tochter aus dem Iran nach Australien gekommen ist, der Gewalt ihres besitzergreifenden Ehepartners entkommen? Die Frage wird gleich zu Beginn gestellt, als die junge Mutter und das Mädchen sich in einem Frauenhaus einquartieren, einem fragilen Zufluchtsort, der jederzeit von den Partnern der Mieterinnen entdeckt werden kann. Eine dringende Frage, bei der es um nichts weniger als die Möglichkeit geht, ein freies und würdiges Leben zu führen. Es braucht einen ganzen Film, um diese Frage zu beantworten; er ist voller Liebe für seine Frauen- und Kinderfiguren in Not. Das von Zar Amir Ebrahimi (Holy Spider, Tatami) und Selina Zahednia gespielte Mutter-Tochter-Duo ist besonders bemerkenswert, und es überrascht nicht zu erfahren, dass die Australierin Noora Niasari, die mit Shayda ihren ersten Spielfilm dreht, während ihrer Kindheit an der Seite ihrer iranischen Mutter selbst in einem Frauenhaus gelebt hat. Während der Film in seinem letzten Drittel zeitweise mit der Romantik flirtet – die Protagonistin trifft einen etwas zu perfekten iranisch-kanadischen jungen Mann –, kehrt die Härte der Realität in Form einer dramatischen Auflösung wieder, auf die ein „Happy Bitter End“ folgt. Auch wenn die Bedrohung durch Gewalt in den Hintergrund tritt, bleibt die Eroberung der Freiheit für Shayda eine Herausforderung.
Arrivée d’Iran en Australie avec son mari, étudiant en médecine, et sa fille de six ans, Shayda échappera-elle à la violence de son conjoint possessif ? La question est posée d’entrée de jeu, lorsque la jeune mère et la fillette prennent leurs quartiers dans une maison pour femmes, fragile refuge susceptible d’être découvert à tout moment par les partenaires des locataires. Question urgente, dont l’enjeu n’est rien moins que la possibilité de mener une vie libre et digne. Il faudra tout un film pour y répondre, pétri d’amour pour ses personnages de femmes et d’enfants en détresse, rôles secondaires compris, interprétés par des actrices dont la justesse du jeu a pour contrepoint l’authenticité des situations dépeintes. Le duo principal mère-fille incarné par Zar Amir Ebrahimi (Holy Spider, Tatami) et Selina Zahednia est particulièrement remarquable, et l'on ne s'étonne pas d'apprendre que l’Australienne Noora Niasari, qui signe avec Shayda son premier long métrage, a elle-même vécu dans un abri pour femmes durant son enfance au côté de sa mère iranienne. Alors que le film, dans son dernier tiers, flirte par moments avec la romance – la protagoniste rencontre un jeune irano-canadien un peu trop parfait –, la dureté du réel se rappelle sous la forme d’une résolution dramatique auquel succède un «happy bitter end». Une fois la menace de violence éclipsée, la conquête de la liberté, pour Shayda, n'en demeure pas moins éprouvante.
Galerieo






