Heinz Bütler, Schweiz, 2022o
Eine stimmige Begegnung über die Endlichkeit des Lebens hinaus: Der im Februar dieses Jahres verstorbene Endo Anaconda tritt in Heinz Bütlers Dokumentarfilm mit Albert Anker (1831–1910) dort in einen Dialog, wo einem der Künstler so nahe kommt wie nirgendwo sonst: in dessen Atelier in Ins.
Tourné presque entièrement dans l'ancienne maison et atelier de l'artiste à Ins (BE), transformé depuis en musée, le documentaire de Heinz Bütler sur Albert Anker ne manque pas pour autant d’ampleur et de vivacité. Le chanteur du groupe Stiller Has, Endo Anaconda, décédé peu après le tournage, y contribue notamment par sa lecture des notes d'Anker, auxquelles il mêle avec enthousiasme ses remarques personnelles, ainsi que l'historienne de l'art Nina Zimmer, qui porte son avis d'experte sur les nombreuses œuvres présentées. Il en résulte un portrait instructif d'Anker, qui remet en question l'étiquette de peintre conservateur qui lui est attribuée, et met en avant la relation nuancée et parfois contradictoire de l'artiste avec la modernité, en tant que mouvement artistique et comme époque. C'est sans doute pour cette raison que Christoph Blocher, qui possède la plus grande collection privée d'Anker, ne figure pas parmi les nombreuses personnalités interrogées.
Fast gänzlich im ehemaligen Wohnhaus und Atelier des Künstlers in Ins (BE) gedreht, heute ein Museum, ist Heinz Bütlers Dokumentarfilm über Albert Anker dennoch weiträumig und beschwingt. Dafür sorgen unter anderem der kurz nach den Dreharbeiten verstorbene Stiller-Has-Sänger Endo Anaconda, der Ankers Aufzeichnungen vorliest und mit Begeisterung seine persönlichen Anmerkungen macht, zudem die Kunsthistorikerin Nina Zimmer, die ihre fachkundigen Einschätzungen zu den zahlreichen vorgestellten Werken liefert. Es entsteht ein aufschlussreiches Porträt Ankers, der die übliche Etikettierung als konservativer Heimatmaler in Frage stellt und ein differenziertes und teils widersprüchliches Verhältnis des Künstlers zur Moderne, als Kunstrichtung und als Epoche, behauptet. Wohl auch deshalb kommt Christoph Blocher, der die grösste private Anker-Sammlung besitzt, unter den vielen weiteren befragten Persönlichkeiten nicht vor.
Der Filmemacher Heinz Bütler stellt (...) den als Schweiz- und Idyllenmaler Verrufenen vom Kopf auf die Füsse und enthüllt einen politischen Visionär. Anker, ein Weltkünstler und Kämpfer für eine moderne Pädagogik. Nicht die Hymne auf die Tradition und die Bauernsame war ihm ein Bedürfnis; sein Herz schlug für den sozialen und gesellschaftlichen Aufbruch, die Gleichstellung der Frau und – Amerika!
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