Carla Simón, Spanien, 2022o
Seit sie denken können, hat die Familie Solé jeden Sommer damit verbracht, die Pfirsiche in ihrem Obstgarten in Alcarràs, einem kleinen Dorf in Katalonien, zu pflücken. Aber die diesjährige Ernte könnte durchaus ihre letzte sein, da ihnen die Zwangsräumung droht. Die neuen Pläne für das Land, zu denen das Fällen der Pfirsichbäume und die Installation von Sonnenkollektoren gehören, verursachen eine Kluft in der Familie. Zum ersten Mal sehen sie einer ungewissen Zukunft entgegen und riskieren, mehr als ihren Obstgarten zu verlieren.
Carla Simón accompagne la famille, dans laquelle chacun vit différemment cette nouvelle dévastatrice, tout au long de ce dernier été entre arbres et vignes, frustration, envie et résignation. Une fois de plus, la réalisatrice catalane (Été 1993) réussit un film merveilleusement sensible sur un paradis en difficulté. La perspective enfantine de cet été d'adieu offre les moments les plus forts.
Carla Simón begleitet die Familie, in der jede/r anders mit der niederschmetternden Nachricht vom nahen Ende ihres Idylls umgeht, durch diesen letzten Sommer zwischen Bäumen und Reben, Frust, Lust und Resignation. Erneut gelingt der katalanischen Regisseurin (Sommer 1993) ein wunderbar einfühlsamer Film über ein kränkelndes Paradies. Die kindliche Perspektive auf diesen Sommer des Abschieds sorgt dabei für die stärksten Momente.
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