Michael Koch, Schweiz, Deutschland, 2022o
Der robuste Marco arbeitet seit einiger Zeit als Hilfskraft bei einem Innerschweizer Bergbauern und hat eine wortkarge, aber zärtliche Liebschaft mit der einheimischen Kellnerin Anna angefangen, die aus einer früheren Beziehung eine Tochter hat. Im Dorf registriert man die Liaison mit wohlwollender Skepsis. Nachdem bei Marco ein Tumor operiert worden ist, entwickelt er unversehens seltsame Verhaltensweisen. Sie stellen Annas Liebe und Marcos Akzeptanz im Dorf auf eine harte Probe.
La remise des prix du cinéma suisse a récemment confirmé ce que de nombreux.euses habitué.e.s des salles obscures pensaient depuis longtemps : Drii Winter est le meilleur film de fiction suisse de 2022 et, peut-on ajouter sans crainte, l'un des meilleurs jamais tournés en Suisse. Ce qui justifie ce superlatif, c'est l'intelligence de la mise en scène avec laquelle Michael Koch, dans son deuxième long-métrage, instaure une forte intensité dramatique et sentimentale à partir d'un minimum de moyens narratifs. Dans la construction de son récit et de ses images, le scénariste et réalisateur procède par fragments et laisse de côté tout ce qui peut l’être. Il fait ainsi du public un allié actif : on complète involontairement ce qui n'est pas explicitement montré et on se demande, assis sur le bord du canapé, ce qu'il adviendra du héros de Koch, cet homme aux airs de montagne silencieuse, un paysan de plaine qui aide les agriculteurs de montagne. C'est un étranger, mais en même temps le plus tendre des amants et des pères de substitution dans ce monde austère. Qu'adviendra-t-il de lui et de sa bien-aimée lorsque le sort se retournera contre eux ? Voyez vous-même : peu de choses en apparence, et pourtant tant de choses.
Die Schweizer Filmpreisverleihung hat kürzlich bestätigt, was viele KinogängerInnen seit langem dachten: Drii Winter ist der beste Schweizer Spiefilm von 2022. Und, so darf man getrost anfügen, einer der besten, die in der Schweiz je gedreht wurden. Was diesen Superlativ rechtfertigt, ist die Intelligenz der Inszenierung, mit der Michael Koch bei seinem zweiten abendfüllenden Film ein Maximum an Dramatik und Intensität der Gefühle aus einem Minimum an erzählerischen Mitteln destilliert. Der Autor und Regisseur zeigt bei der Gestaltung seines Dramas und seinerBilder beharrlich nur Ausschnitte und lässt aus, was sich irgendwie wegsparen lässt. So macht er das Publikum zum aktiven Verbündeten: Unwillkürlich ergänzt man, was nicht explizit gezeigt wird, und fiebert auf der Sofakante mit, was wohl aus Kochs Held wird, diesem schweigsamen Berg von Mann, der als Unterländer bei Bergbauern aushilft. Er ist ein Fremdling, doch zugleich der zärtlichste Geliebte und Ersatzvater in dieser Welt der Kargheit. Was geschieht mit ihm und seiner Liebsten, wenn sich die Umstände gegen die zwei verschwören? Schauen Sie selbst: Äusserlich wenig und doch so viel.
Was Liebe kann: Mit Drii Winter hat der Schweizer Michael Koch ein Meisterwerk geschaffen. Mit einem grossartigen Darstellerpaar, einer genialen Regie und Aussagen, die auch unser Leben, also Liebe, Partnerschaft, Krankheit, Sterben, mit Deutungen bereichern können.
Galerieo





