Martin Provost, Belgien, Frankreich, 2017o
Von einem Tag auf den anderen steht Claires Leben auf dem Kopf. Die Klinik, in der sie seit Jahren mit Leib und Seele als Hebamme arbeitet, schliesst; ihr einziger Sohn eröffnet ihr, dass er Vater wird und sein Medizinstudium abbricht. Dann verliebt sie sich noch in Paul, den humorvollen Nachbarn aus der Schrebergartenkolonie. Just da platzt Béatrice in ihr Leben, die ehemalige Geliebte ihres verstorbenen Vaters und genau das Gegenteil der gewissenhaften und zurückhaltenden Claire. Béatrice ist extravagant, laut, egozentrisch und lebenslustig: Welten prallen aufeinander.
Die Zartheit, die den ganzen Film trägt, wird nie unterstrichen. Aber sie umhüllt die Figuren und ihre Darsteller mit Zuneigung, besonders natürlich die beiden Katharinas. Sie sind gleichzeitig romantisch und wahrhaftig, natürlicher und brillanter als je zuvor.
La délicatesse qui porte tout le film n'est jamais soulignée. Mais elle entoure d'affection les personnages et leurs interprètes, particulièrement, bien sûr, les deux Catherine. Elles sont tout à la fois romanesques et vraies, plus natures et plus brillantes que jamais.
Sage Femme fait preuve d'une réelle acuité documentaire et parvient à tenir un discours nuancé sur la question de la précarité. Fantasque et mordante, Catherine Deneuve excelle en trublion glamour.
Un récit de femmes épris de liberté, qui convie l’intimisme et le romanesque au détour des jeux grandioses des deux grandes Catherine du cinéma français, Deneuve et Frot.
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