Jerry Rothwell, USA, GB, 2020o
The Reason I Jump basiert auf dem Bestseller „Warum ich euch nicht in die Augen schauen kann: Ein autistischer Junge erklärt seine Welt” von Naoki Higashida. Der Film gibt Einblicke in ein intensives und überwältigendes, aber ebenso sinnliches und bisher eher unentdecktes Universum. Higashidas bringt uns die Welt des Autismus näher, die er selbst mit 13 Jahren dokumentiert hat – mit intimen Porträts von bemerkenswerten jungen Menschen aus aller Welt, die sein berührendes Schicksal teilen.
Cela semble merveilleux : un jeune atteint d'autisme avancé écrit un livre sur ce que c'est d'être autiste à l'aide de la communication assistée. Le livre, qui devient un best-seller, ouvre les yeux de nombreux lecteurs. Mais aussi beau que cela puisse paraître, les experts se demandent dans quelle mesure le garçon a réellement contribué à ce livre et quel rôle sa mère a joué dans l'écriture de ce livre. The Reason I Jump est une tentative d'approche du monde des autistes. Le réalisateur rend visite à de jeunes autistes et montre ce besoin légitime des parents de comprendre leurs enfants, un besoin qui a sans doute joué un rôle central dans la genèse du livre. Un film vivant qui touche tout en élargissant l'horizon.
Es klingt wundervoll: Ein schwer autistischer Junge schreibt mit Hilfe der gestützten Kommunikation ein Buch darüber, wie es ist, autistisch zu sein. Das Buch, das zum Bestseller wird, ist Vielen ein Augenöffner. Doch so schön das klingt, ExpertInnen werfen die Frage auf, wie viel der Junge tatsächlich zu diesem Buch beigetragen hat und welche Rolle seine Mutter im Entstehungsprozess einnimmt. Nun folgt mit diesem Film eine audiovisuelle Annäherung an das Thema. The Reason I Jump ist ein Versuch, sich der Welt von AutistInnen anzunähern. Der Film besucht junge Menschen mit Autismus und zeigt dabei dieses nachvollziehbare Bedürfnis der Eltern, ihre Kinder zu verstehen, ein Bedürfnis, das wohl auch bei der Entstehung des Buches eine zentrale Rolle spielte. Ein lebendiger Film der berührt und gleichwohl den Horizont erweitert.
Der Dokumentarfilm von Jerry Rothwell versucht Higashidas Schilderungen einfühlsam und auf kreative Weise auf die Leinwand zu bringen. Dazu verknüpft er Passagen aus dem Buch in nachgestellten Szenen mit den Stimmen anderer autistischer Jugendlicher aus der ganzen Welt. Auch in Interviews mit deren Eltern versucht Rothwell die Gespräche fortzusetzen, die Higashidas Werk angestossen hat. Dazwischen nutzt der Regisseur die Sprache des Kinos – Nahaufnahmen mit Makroobjektiv, verzerrte Einstellungen und eine eindrucksvolle Mischung aus Sounddesign und Filmmusik –, um diese Erfahrungen der Aussenwelt zu vermitteln und mit ihr in Verbindung zu treten.
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